Ich bin in der Marina von Angra und warte auf die Damen und Herren vom Zoll, die Amy und mich untersuchen und werden und uns dann hoffentlich die Erlaubnis für unsere Weiterreise nach England geben werden. Unser Plan ist es, heute nachmittag zu den Scilly Inseln vor Land’s End aufzubrechen.
Die Fahrt von Horta hierher war rauher als erwartet und ich kam am Samstag gegen Mittag sehr müde hier an. Der Hafenmeister war sehr nett und sagte mir lächelnd, das wegen der San Ioannis Feierlichkeiten bis zum nächsten Sonntag zwischen Mitternacht und sechs Uhr morgens kein Schlaf möglich sein würde. Ich dachte, er macht Witze und war überglücklich trotz dieser großen Attraktion noch einen Platz in der Marina zu bekommen.









Ich traf natürlich Andi und Kudi wieder und auch Gerrit. Alle waren mit der Regatta herübergesegelt. Gleich in der ersten Nacht wurde sehr klar, daß der Hafenmeister keine Wie gemacht hatte. Tagsüber gab es Blaskapellen und Umzüge und um Mitternacht fing auf der großen Bühne direkt am Hafen eine Band an zu spielen. Sie spielten bis 2:30 am Morgen. Danach legte dann bis sechs der DJ auf. Das ging jeden Tag und jede Nacht so. Die ganze Insel befand sich in einer Art Ausnahmezustand. Alle freuten sich auf und über dieses Riesenfest, bei dem eine Woche im Jahr non-stop durchgefeiert wird. Um fünf Uhr morgens traf man immer noch genauso viele Menschen auf der Straße wie nachmittags. Es waren Menschen jeden Alters (von kleinen Kindern bis Greisen), die tanzten, sangen oder einfach nur saßen und sich unterhielten. Die Enrgie und Atmosphäre war unglaublich. Alle machten einen glücklichen und freundlichen Eindruck und es war sehr friedlich trotz Alkoholkonsums in nicht zu vernachlässigenden Mengen. Ich genoß alles sehr, wurde aber täglich müder. Ich sah mir die Stierkämpfe in den Straßen an.Die Stiere bleiben unversehrt, aber sie sahen zwischendurch ganz schön müde aus und so, als würden sie jetzt lieber nach Hause gehen. Ich hatte genug gesehen und schaute mir die Stadt weiter an.










An einem Tag mieteten Andi, Kudi und ich uns Fahrräder und fuhren in die Berge in der Inselmitte und machten dort eine Wanderung auf den alten Vulkankratern und schauten eine Höhle an. Abends gab es eine Yachtie Party, die die Crews von einigen französischen Booten organisiert hatten. Es gab eine Jam session auf der Wellenbrechermauer und es war ein sehr schöner Abend.










Hier fällt es mir auch wieder schwer, mich zu verabschieden und ich hoffe, nochmal zurückkommen zu können, um die anderen Inseln auch noch zu sehen. Es fühlt sich jetzt immer mehr nach einer Rückkehr nach Hause an. Zu den Scillies sind es 1200 Seemeilen. Ich hoffe auf gutes Wetter.

hey Kai, ich wünsche Dir eine sichere und gute Weiterreise. England fühlt sich ja dann schon nach „um die Ecke an“….
Mögen die Winde und alle Wasser und Wellen mit Dir sein!!!
lieber Gruß von Friederike
Na dann, Anker gelichtet, Segel gesetzt and back north. Also viel Glück auf dieser letzten großen Strecke bevor es dann endgültig wieder zurück nach Hause geht!
Ich sage nur, Hut ab. Wir freuen uns auf Deine Rückkehr…… das wird gefeiert.
Du weißt, das können wir.
Viel Glück Karin, die Dorfälteste
Liebe Karin!
Danke Dir. Ich freue mich auch. Es gab ja ein paar Planänderungen wegen Havarie auf den Weg hierher, aber ich werde wohl bald weiterkommen und dann auf dem kürzeren Weg Richtung nach Hause fahren.
Liebe Grüße
Kai