Dun Laoghaire, Dublin Bay

Es wurde, wie oft, eigentlich noch beschissener, als befürchtet. Aber wenn man einmal unterwegs ist, kann man ja eh nichts mehr machen und nimmt was kommt. Vielmehr gibt es zu diesem 110 Seemeilen Trip auch nicht zu sagen. Es war sehr rau, naß, windig und ich bin froh, daß außer einem Riß in der Sprayhood Naht von überkommenden Wellen und ein bißchen Nässe unter Deck (auch von überkommenden Wellen) nichts weiter kaputt gegangen ist.

„Dun Laoghaire, Dublin Bay“ weiterlesen

Port Ellen, Islay

Wir gingen unter Segeln ankerauf und rauschten mit der Tide und viel Wind durch den südlichen Sound of Jura nach Islay. Vor Port Ellen war die Tide gekippt und der Wind kam direkt von vorn, sodaß wir die letzten Meilen bis zum Hafen nur im Schleichtempo vorankamen. Das Anlegen war bei dem starken Wind auch wieder sehr interessant und klappte erst beim dritten Anlauf, weil Amy sich bei einem Ausweichmanöver überlegte, trotz geradeaus rücckwärts Steuerns, einen Kreis genau auf unseren zugewiesenen Fingersteg zu drehen. Wie schön.

Port Ellen
„Port Ellen, Islay“ weiterlesen

Jura

Ich habe ewig nicht geschrieben. Wir sind viel gesegelt, ich habe mir viel Sorgen um Wetter und andere Sachen gemacht, die Routen anhand von Wetter und Gezeiten geplant und außerdem wollten Zissi und ich ja auch Zeit gemeinsam verbringen und ein paar Ausflüge an Land unternehmen. Also mußte der Blog warten, aber hier geht’s jetzt weiter:

„Jura“ weiterlesen

Oban

Am nächsten Tag mit der Tide raus und die 30 Seemeilen nach Oban. Ich hatte nicht damit gerechnet, aber wir konnten die ganze Strecke super segeln. Die Stromschnellen von Corran waren bei der Windrichtung relativ unspektakulär, aber schön schnell. Wir haben, was so gut wie nie vorkommt, sogar ein anderes Segelboot überholt. Kurz vor Oban kam auch noch ganz kurz ein Tümmler vorbei, überlegte es sich dann aber doch anders.

„Oban“ weiterlesen

Caledonian Canal

Wir segeln auf dem Loch Ness in Richtung Fort Augustus. Es ist herrlicher Sonnenschein. Ich habe mir gerade auf dem Vordeck die Haare geschnitten und es ist noch ein bißchen Zeit, Blog zu schreiben, bevor wir uns aufs Anlegen vorbereiten. Gestern sind wir früh in Inverness aufgebrochen. 

Loch Ness
„Caledonian Canal“ weiterlesen

Inverness

Der Wind wollte einfach nicht drehen und nach einem Sturm in Peterhead, bei dem ein Steg (natürlich der, an dem Amy lag) abbrach und nur mit Ketten, Winden und vereinten Kräften gerettet werden konnte (am Schluß kamen noch die Schweißer vom großen Hafen) war mir klar, daß ich, wenn ich schon gegenansegeln, -motoren, wie auch immer fahren mußte, wenigstens eine schwachwindige Zeit abwarten wollte. Die kam dann am Dienstag Abend. Bis dahin regnete es eigentlich ohne Pause. Ich ging noch ein paar male in die Stadt, erledigte ein paar Einkäufe und legte gegen 20 Uhr ab. Im Regen und, wie sich draußen rausstellte dichtem Nebel. Nicht sehr schön, aber egal. Über Nacht lichtete sich alles etwas und es hörte auf zu regnen.

Fraserburgh vom Wasser aus bei Nacht
„Inverness“ weiterlesen

Peterhead

Seitdem habe ich hier nette neue Leute kennengelernt, das Fenster ausgebaut, neu eingedichtet und wieder eingebaut, den Bugkorb demontiert und alle Löcher dicht gemacht, den Lüfter komplett so zugekleistert, daß er jetzt zwar nicht mehr lüftet, aber wenigstens auch kein Loch im Deck darstellt. Die Dichtung am Luk erwies sich als einfach. Sie war nur verrutscht und danach wieder dicht. Jetzt warte ich nur noch auf passendes Wetter für die Weiterfahrt, um dann hoffentlich bald Zissi in Inverness zu treffen.

„Peterhead“ weiterlesen

Nordsee

Nach ein paar anfänglichen Stunden unter Motor kamen die Segel hoch und Amy machte immerhin 4kn Fahrt bei nur 2 Windstärken. Der Wind nahm zwischendurch auch nochmal ab, sodaß wir teilweise nur sehr langsam vorankamen. Das war mir aber egal, denn das Starkwindfeld gegen Ende der Fahrt sollte eigentlich mehr vor der schottischen Küste sein, als weiter im Osten. Daher mein Gedanke: wenn ich später ankomme, bin ich eventuell besser dran. Das stimmte dann natürlich nicht, aber so redet man sich halt immer alles schön. Am zweiten Tag war so wenig Wind, daß man durch das Wasser sehen konnte und damit auch die Delphine, die unter dem Boot durchschwammen und mit Amy spielten. Wir machten immerhin noch 1.5 – 2kn Fahrt. 

„Nordsee“ weiterlesen

Mandal

Am nächsten Morgen ging es weiter nach Mandal. Wieder weitestgehend innenlang unter Motor. Die Fahrt war landschaftlich ähnlich schön, wie am Vortag. Kurz vor Mandal begegnete mir noch ein klassisches Holzmotorboot mit kubanischer Flagge am Heck. Daß der Mann allerdings mit dem Gefährt von Kuba bis hierher unter Motor gekommen ist, würde ich zu bezweifeln wagen.
In Mandal gab es dann überraschenderweise gar keinen Platz, da am nächsten Tag die Offshore-Regatta “Race to the Arctic” starten sollte und alle Gästeplätze reserviert waren. Ich fand zum Glück doch noch etwas, längsseits an der Straße. Sehr unruhig und laut, aber egal. Es mußte nur für eine Nacht sein. Morgen würde es eh losgehen in Richtung Schottland. 

„Mandal“ weiterlesen