Puerto Real, PR

Mein letzter Halt in Puerto Rico bevor es weiter in die Dominikanische Republik gehen würde. Ich ging von einer etwas rauhen Fahrt aus, besonders in der Nähe von Cabo Rojo dem Kap an der SW Ecke. Um 0730 gingen wir Anker auf. Wieder unter Segeln. Der Wind blies mit 5-6 Bft in Böen bis zu 8. Eine komische Kombination aus Wind von hinten und Wellen von der Seite sorgte für eine extrem unangenehme Reise. Hinter dem Kap ließ die Welle zum Glück stark nach, aber der Wind nicht.

Cabo Rojo

Die Einfahrt in die Buch von Puerto Real ist schmal und von Untiefen umgeben. Der Wind kam jetzt von vorn, also beschloß ich, daß der Motor helfen müßte. In der Bucht blies wehte es mit 30kn und mein erster Ankerversuch ging in die Hose. Ich hatte den Anker viel zu dicht bei einem Wrack fallen lassen und jetzt drifteten wir auf das Wrack zu. In einem leichten Anfang von Oanikj entwickelte ich große Kräfte und hatte den Anker schnell oben, um dann zurück ins Cockpit zu rennen und vom Wrack weg zu manövrieren. Beim zweiten Versuch schien der Anker gut zu halten. Ich war jetzt müde. Ich rief noch die Behörden an um einzuklarieren und mir wurde gesagt, ich soll dazu die App benutzen. Das funktionierte auch.
Ein Dinghy kam vorbei und ich wurde zu Barbaras Geburtstagsparty in einer Bar an Land eingeladen. Da ich aber ziemlich im Eimer war, beschloß ich, zu Hause zu bleiben und schlafen zu gehen.
Am nächsten Morgen kam ein Profiskipper mit Namen Michael vorbei und wir unterhielten uns ein bißchen. Er war sehr beeindruckt von Amys Einfachheit und Solidität. Ich war glücklich.
Ich fuhr an Land, um mir den Ort anzusehen und mochte ihn sofort. Er war um den kleinen Hafen herumgesaust und die meisten Häuser hatten irgendeinen Steg. Ich kaufte ein paar Vorräte ein und trank im Fischladen ein Bier und durfte mich auf deren Dock setzen und das Leben genießen.
Am nächsten Morgen kam Barbara auf einen Kaffee vorbei. Sie hatte vor nicht langer Zeit ein Boot gekauft und die ganze Segelei war ihr noch etwas neu. Daher half ihr Michael beim Segeln ihres Bootes. Sie hatten vor kurzem eine ganz ähnliche Tour gemacht, wie die demnächst vor mir lag und so konnte ich ein paar Fragen stellen. Danach hieß es mal wieder: Unterwasserschiff säubern. Drei Stunden brauchte ich, um alles abzubekommen, aber danach war Amy auch echt glatt.
Ich fuhr wieder an Land und kaufte weitere Vorräte ein und holte Wasser vom Steg. Außerdem checkte ich beim CBP office aus Puerto Rico aus und bekam mein Exit Zarpe für die Dominikanische Republik. Danach besuchte ich noch Barbara auf Ihrer komfortablen 40 Fuß Beneteau und trank ein Bier und sie erzählte mir, daß sie in Bermuda eine feste Mooring besitzt, die ich benutzen dürfte, wenn ich dort bin, weil sie eh im Süden bleibt. Was für ein toller Zufall.
Ich hatte noch einiges zu tun um Amy und mich auf die drei Tagesreise durch die gefürchtete Mona Passage und weiter nach Luperón vorzubereiten.


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