Auf dem Weg lagen viele Riffe und ich war nicht sehr glücklich, da nachts durchzumüssen. Die Karte sagte allerdings, daß die Riffe betont und befeuert seien. Als sich dann herausstellte, daß die Tonnen tatsächlich leuchteten und auch an den Stellen, an denen ich sie erwartete auftauchten war ich natürlich erleichtert. Der Wind war sehr schwach, aber ich mußte eh mindestens zwölf Stunden rumkriegen, um im Hellen anzukommen un dich wollte nicht motoren. Es gab so gut wie keine Welle und so hatten wir eine ruhige und einfache Fahrt.

In der Morgendämmerung nahm der Wind zu und als in Puerto Patillas der Anker fiel blies er schon wieder mit 5 Windstärken. Es gab hier nur zwei Boote außer uns. Beide aus Puerto Rico.
Es dauerte eine Weile bis ich am Land eine Stelle ausmachen konnte, wo ich mit dem Dinghy landen können würde. Ich hatte keine Lust, denn Außenborder vorzubereiten und ruderte gegen den Wind an Land. Am Strand traf ich einen Herrn, der mir sagte, daß ich das Dinghy dort lassen könne und mir den Weg in den Ort zeigte. Es gab einen kleinen Laden eine halbe Fußstunde entfernt und auf dem Rückweg hoffte ich das Internet in einer Bar benutzen zu dürfen. Der Manager kam und erklärte mir, daß sie keinen Zugang zu Ihrem Router hätten und er mir daher keinen Internetzugang ermöglichen könne. Das tat ihm so leid, daß er nichts unversucht ließ, mir zu helfen. Er schlug vor, mich 10 Meilen mit dem Auto in die Stadt zu bringen, das lehnte ich ab. Dann lud er mich auf ein Bier ein und wir unterhielten uns ein wenig. Einer seiner Angestellten war unter anderem professioneller Skipper und ich durfte dann sein Telefon als Hotspot benutzen. Es gefiel mir hier sehr gut. Auf einer kleinen Wanderung zum vorgelagerten Korallenriff kam ich an einer anderen Bar vorbei. Hier gaben sie mir das Passwort für ihr privates WLAN (ihre Wohnung war über der Bar). Ich aß dort ein bißchen und trank ein paar “Medallas” (das lokale Bier) und versuchte (ohne Erfolg) über die CBP App im südlichen Quadranten on Puerto Rico einzuchecken.











Der Wind schlief über Nacht völlig ein und ich schlief auch sehr gut. In der Bucht sollte es vom Manatees (Seekühen) nur so wimmeln, aber leider sah ich keine. Am nächsten Morgen ruderte ich wieder zum Ufer. Ich unterhielt mich eine Weile mit einem Fischer und fragte, ob ich eine Kokosnuss, die am Strand lag, mitnehmen dürfte. Ich ging dann Wasser aus einem Hahn im Park holen und als ich zurückkam lag noch eine weitere Kokosnuss in meinem Dinghy.
