Jura

Ich habe ewig nicht geschrieben. Wir sind viel gesegelt, ich habe mir viel Sorgen um Wetter und andere Sachen gemacht, die Routen anhand von Wetter und Gezeiten geplant und außerdem wollten Zissi und ich ja auch Zeit gemeinsam verbringen und ein paar Ausflüge an Land unternehmen. Also mußte der Blog warten, aber hier geht’s jetzt weiter:

Wir hatten einen sehr schönen Tag mit Nico und David in Oban. Sie mußten aber nachmittags zurück und wir sind relativ früh ins Bett, denn am nächsten Morgen wollten wir um 0600 mit der Tide ablegen.

Bis zu unserer auserwählten Ankerbucht auf der Insel Jura waren es 40 Seemeilen. Viele davon mußten motort werden, aber das war von vornherein klar. Wir waren froh, immerhin etwas segeln zu können. Auf dem Weg mußten wir durch den Sound of Luing und Sound of Jura und vorbei am berüchtigten Gulf of Corryvreckan, dem drittgrößten Gezeitenstrudel der Welt. Hier wollte man definitiv nicht zur falschen Zeit ankommen und schon gar nicht bei schlechtem Wetter und zur falschen Zeit.
Für uns war das Wetter aber schön und wir kamen zur richtigen Zeit an und freuten uns zwischendurch über 9kn Geschwindigkeit über Grund. Doppelt so viel, wie wir durch’s Wasser fuhren.

Die erste Ankerbucht haben wir gleich aufgegeben, denn hier pfiff der Wind ordentlich durch, und wir wollten gerne ruhig schlafen. Die zweite Bucht hatten wir ganz für uns allein mit einer herrlichen Aussicht auf die Berge und schönem Licht. Allerdings rauschten auch hier die eiskalten Winde den Berg herunter und so wurden der Nachmittag und die Nacht dann leider doch ziemlich unruhig. Der Anker hielt super, aber Amy fuhr ständig hin und her und ruckte in die Kette ein, sodaß wir am nächsten Morgen nicht besonders ausgeruht waren und 4sm am Anker zurückgelegt hatten. An Land zu fahren hatten wir gar keine Lust.


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