Unser AIS funktionierte mal wieder nicht, sodaß ich den größten Teil der Nacht wegen des starken Schiffsverkehrs wach blieb. Im Morgengrauen erreichten wir das Hamlet-Schloss von Helsingør und wurden von einigen Schweinswalen begleitet. Dann segelten wir durch den Sund und ließen Ven an Steuerbord liegen. Zissi konnte jetzt die Wache übernehmen und ich ein paar Stunden schlafen. Wir passierten Malmö in Schweden und fuhren unter der Øresundbrücke hindurch, als der Wind abflaute, aber von dort waren es nur noch ein paar Stunden bis Höllviken, wo der Kanal liegt.

Wir kamen um 17:30 Uhr an, bezahlten die Gebühren an einem Automaten und gingen direkt Pizza essen und Bier trinken. Als wir zurückkamen, sahen wir ein Schild am Hafen, das uns darüber informierte, daß der Kanal für die nächste Woche wegen Reparaturen geschlossen bleiben würde.
Das war ein herber Rückschlag. Wir mußten nicht nur ein ganzes Stück zurück nach Norden um umzukehren, sondern auch von einem viel westlicheren Startpunkt nach Rügen übersetzen. Das würde mit der Wettervorhersage für die nächste Zeit überhaupt nicht funktionieren.
Für morgen sah der Wetterbericht westliche Winde vor, die auf Süd drehen und am späten Nachmittag auf über 30 Knoten zunehmen würden. Ganz früh abzulegen und es bis nach Rügen zu schaffen, war also keine Option.





