Angra do Heroísmo, Terceira (Azoren)

Ich bin in der Marina von Angra und warte auf die Damen und Herren vom Zoll, die Amy und mich untersuchen und werden und uns dann hoffentlich die Erlaubnis für unsere Weiterreise nach England geben werden. Unser Plan ist es, heute nachmittag zu den Scilly Inseln vor Land’s End aufzubrechen.
Die Fahrt von Horta hierher war rauher als erwartet und ich kam am Samstag gegen Mittag sehr müde hier an. Der Hafenmeister war sehr nett und sagte mir lächelnd, das wegen der San Ioannis Feierlichkeiten bis zum nächsten Sonntag zwischen Mitternacht und sechs Uhr morgens kein Schlaf möglich sein würde. Ich dachte, er macht Witze und war überglücklich trotz dieser großen Attraktion noch einen Platz in der Marina zu bekommen.

Angra do Heroísmo
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Horta, Faial (Azoren)

Horta ist ein magischer Ort. Von überall kommen und gehen die Schiffe und der Hafen hat eine tolle Energie. Die ersten Tage war ich noch übermüdeter, als auf See. Ständig traf ich Leute, hing in Kneipen, auf anderen Booten oder am Steg ab und wir tauschten Geschichten und Informationen aus. Hier muß wohl das Mekka für Yachties sein. Einige Menschen kannte ich ja schon, wie Andi und Kudi natürlich oder Manuel aus der Schweiz, den ich in Bermuda kennengelernt hatte und Alex aus Südafrika. Sie hatte ich zuerst in Tobago und dann nochmal in Antigua getroffen. Sie suchte hier nach Crew, nachdem ihre alte Crew sie hier verlassen hatte. Aber genau wie boote hier täglich ankommen, laufen auch immer Hitchhiker durch den Hafen, in der Hoffnung auf eine Mitfahrgelegenheit nach Hause oder zu exotischen Zielen.

Horta
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Von Bermuda zu den Azoren

Am 21. Mai waren wir abends in Bermuda losgefahren. Für die Fahrt nach Horta auf Faial brauchten wir vier Wochen, mehr als ich erwartet hatte. Es stellte sich heraus, daß das Wetterfenster gar nicht optimal war, aber rückblickend kann man sagen, daß es überhaupt keine richtig guten Wetterfenster gab (weder vorher noch jetzt). Insofern war der Zeitpunkt unseres Aufbruchs eigentlich ok.
6 1/2 Tage lang hatten wir völlige Flaute. In der Zeit wurden die Segel geborgen und wir ließen uns treiben. Mit 60l Diesel stellte sich die Frage nach motoren gar nicht erst. Wir trieben rückwärts in Richtung Bermuda. Später mußten wir 24h gegen Wind und Welle kreuzen und waren am Ende des Tages wieder genau dort, wo wir angefangen hatten.

Pico
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