Über die Biskaya nach Ribadeo

Ich hab’s durch (über?..) die Biskay geschafft und anstatt zu schreiben, habe ih diesmal einen kleinen Film gemacht und ein bißchen Musik in meinem „Bootstudio“ dazu aufgenommen. Mir macht das ganze Schreiben, Fotografieren, Filmen, Aufnehmen, Editieren usw. sehr viel Spaß, aber ich merke auch, wieviel Zeit es in Anspruch nimmt.
Es kann also sein, daß die Einträge in Zukunft etwas rarer werden. Ich muß immer noch Dinge am Boot reparieren und brauche generell mehr Zeit, so komisch das vielleicht auch auch klingen mag 🙂

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L’Aber Wrac’h

Ich hatte den Sturm abgewartet und fuhr nun mit der Tide raus durch den etwas angsteinflößenden Chenal de l’Île de Batz. Mittendrin fühlte er sich allerdings nicht mehr so unheimlich an, wie auf der Karte. Es sollte eigentlich umlaufenden schwachen Wind geben, aber wir kamen gut unter Segeln voran. Nach einer Weile schlief der Wind allerdings komplett ein und das eiserne Segel mußte für eine Weile hoch. Da kam der Wind aber schon wieder. Diesmal aus West… natürlich. Wir hatten aber die Tide im Rücken und keine richtigen Wellen (außer ein paar großen atlantischen Rollern, die aber eher angenehme Abwechslung waren). So funktionierte das Gegenan-Kreuzen besser denn je und es wurde ein perfekter Segeltag.

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Roscoff

Nachdem ich Zissi zum Bus gebracht hatte, legte ich mich nochmal für ein paar Stunden auf’s Ohr, kaufte ein, füllte den Dieselkanister und machte alles fertig zum Ablegen mit dem Abendhochwasser. Der Wind war schwach und aus der falschen Richtung, aber für die nächsten Tage sah’s nicht viel besser aus. Daher wollte ich über Nacht die 60 Meilen nach Roscoff fahren und erwartete dort irgendwann am nächsten Morgen anzukommen.

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St. Quay – Portrieux

Noch so ein toller Segeltag. Der Anker kam hoch, als es gerade noch dunkel war und dann fuhren wir in der Dämmerung durch den Ankerplatz raus auf’s Meer. Schon bald flogen wir dahin mit Wind und Strömung und die 48 vergingen viel schneller als erwartet sodaß wir St. Quay Portrieux schon am Nachmittag erreichten. Anstatt Päckchen bekamen wir wieder eine Fingersteg ganz für uns und konnten bald die schöne Stadt erkunden.

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Îles Chausey

Auf Sark hatten wir ein französisches Paar getroffen, die uns sagten, daß Sark und die Channel Islands ja ganz nett wären, aber ihr Paradis seien die Îles Chausey. Also dachten wir, das könnte ja dann auch unser Paradis werden und machten einen Plan um dort hinzukommen. 
Um das Beste aus der Tide herauszuholen müßten wir St. Helier zu einer Zeit verlassen, zu der wir nicht über die Barre kämen. Daher fuhren wir schon am Abend vorher los und ankerten in der Belcroute Bay neben St. Aubin’s Fort. Eigentlich ein schöner ruhiger Platz mit schöner Aussicht aber irgendwie ging abends das Geschaukel wieder los und wir konnten wieder nicht schlafen. Wo der Schwell herkam ist mir immer noch schleierhaft.

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La Grève de La Ville (Sark) nach St. Helier (Jersey)

Um 5 klingelte der Wecker. Der Anker ging um 5:30 hoch und wir waren unterwegs. Der Wetterbericht hatte 3 Bft für die ersten paar Stunden und dann Flaute vorausgesagt. Wir wollten so viel wie möglich vom Wind mitnehmen und natürlich eine sich für unsere Richtung positiv auswirkende Tide. Beides bekamen wir und so genossen wir tolles schnelles Segeln im Regen und im Nebel. Auf dem Weg wurden wir von drei Delphinen begleitet die eine kleine Show vorführten bis ihnen langweilig wurde und sie wieder davon schwammen. Wir waren begeistert.

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Littlehampton nach St. Peter Port (Guernsey)

Da ich alleine war und die Strömung schon sehr zugenommen hatte, war ich etwas nervös vor dem Ablegemanöver von der Mary Winnifred. Am Ende ging aber alles glatt und war gar nicht schwer.
Ich fuhr an der Pier am Flußufer vorbei und Kinder winkten und manche salutierten. Die Sonne schien. Die Stimmung konnte kaum besser sein.
Nachdem wir die Barre passiert hatten kamen die Segel hoch und es ging mit einer schönen Nordwest Brise in die richtige Richtung. Außer einer großen Dünung aus Südwesten, die mich aber nicht weiter störte, war die See ruhig. Mit 6.5kn durchs Wasser und um die 8 über Grund flogen wir mit Wind und Tide dahin. Eigentlich der erste Tag seit dem Limfjord Eingang, an dem es nicht hart gegenan ging und wir immer in die Wellen donnern mußten. Das fühlte sich richtig toll an. Die Isle of Wight lag mittlerweile steuerbord querab in der Ferne, Amy und ich waren noch nie soweit westlich im Ärmelkanal und überhaupt sah alles gut aus.

Isle of Wight in der Ferne
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Brighton nach Littlehampton

Ich hatte ein sehr kurzes Wetterfenster am nächsten Morgen. Es war wichtig möglichst bei Hochwasser am Eingang zum Fluß Arun zu sein. Ich wollte das Morgenhochwasser. Abends wäre es schon wieder zu windig.
Das bedeutete 2:30 morgens aufstehen und 3:30 ablegen und … richtig geraten… die Strecke dahin gegen Wind und Strömung.
Die Welle war von dem Sturm vorher noch recht beeindruckend und schnell war klar, segeln (bzw kreuzen) war keine Option. Einfach nur motoren ging aber auch nicht. Und so kreuzten wir mit Motor und Segel gegen Wetter und Tide und waren zunächst viel zu langsam aber zum Glück ließen irgendwann die Wellen nach und wir konnten einen direkteren Kurs anlegen.

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