Cabo Verde

Wir sind gerade in Mindelo auf São Vicente, einer der Kapverdischen Inseln und bereiten uns auf die Überfahrt vor. Zissi war vor knapp zwei Wochen in Sal dazu gekommen und wir haben ein paar Inseln mit dem Boot besucht. In der “Floating Bar” über die ich schon gelesen hatte haben wir neue Menschen kennengelernt und alte Bekannte von den Kanaren wiedergetroffen und manchmal kann ich einfach nicht glauben, daß ich tatsächlich hier bin… auf den Kapverden…4000 Seemeilen entfernt von dort wo ich aufgebrochen bin und Sprungbrett für die Überquerung des Atlantischen Ozeans.

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Einträge von unterwegs

Ich habe herausgefunden wie ich kurze Texte von meinem Satellitengerät direkt hier an den Blog senden kann. Da ich ab jetzt längere Passagen machen werde, gibt es wahrscheinlich ab. und zu ein paar kurze Logeinträge, falls es Euch interessiert. Natürlich kann man auch einfach weiterhin nur den Punkt mit Amys Position verfolgen.
Aus technischen Gründen wird man die Einträge nur auf der englischen Version des Blogs sehen können. Ihr müßt dann also dazu auf die Fahne klicken.

La Gomera

Letzen Freitag kam endlich eine Nachricht von meiner Batterie. Leider eine schlechte… sie war nicht mehr zu reparieren. Ich fange jetzt hier nicht an mit dem “warum” und “was ist falsch gelaufen”. Das habe ich selbst schon genug durch und außer, das es meine Laune stark verschlechtert, hilft es auch überhaupt gar nichts. Ich versuchte dann, eine neue Batterie zu bestellen (die, die es auf Teneriffa gab waren zu groß für meine Box und außerdem sehr teuer). Jedes Mal nach einer Bestellung dauerte es ein bis zwei Tage bis die Nachricht kam, daß dieser Anbieter leider nicht auf die Kanaren liefert. Das ging einige Tage so mit verschieden Verkäufern. Meine Reservierung auf la Gomera hatte ich auf Dienstag verschoben und so löste ich Montag Abend die Leinen um die 70 Meilen durch die Nacht und den nächsten Morgen zu segeln und nicht im Dunkeln anzukommen. Ich hatte ja noch meine Starterbatterie. Das mußte reichen.

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Teneriffa

Von Porto Santo ist es mir bis jetzt wohl am schwersten gefallen aufzubrechen. Als ich den Einkauf verstaut hatte und alles am Boot wieder einigermaßen seeklar war, bin ich nochmal zum Hafencafé rübergepaddelt, hab mich in die Abendsonne gesetzt und ein paar Biere getrunken. Obwohl ich ein bißchen traurig war, wollte ich auch gerne weiter zu den Kanaren. Es sah nach einer relativ einfachen Passage von knapp 300 Meilen aus mit raumem Wind von Backbord (von schräg links hinten) während der ganzen Fahrt.

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Eindrücke aus Porto Santo

Wenn meine Reise aus irgendwelchen Gründen hier enden sollte, was ich natürlich nicht hoffe, wäre ich wahrscheinlich trotzdem glücklich und zufrieden immerhin soweit und zu diesem schönen Ort gekommen zu sein. Ich bin hier ein bißchen gewandert, schwimmen gegangen, habe Sachen am Boot repariert und viele tolle neue Leute kennengelernt. Es wäre toll, noch länger hier zu bleiben, aber ich möchte weiter und werde wahrscheinlich am Mittwoch nach Teneriffa aufbrechen. Hier ist eine kleine Bildersammlung der letzten Tage.

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Sada nach Vigo

Wie es nunmal öfter so passiert, ging durch ein kleines Detail mein ganzer Plan auf einmal den Bach runter. Das kleine Detail war in diesem Fall eine Sardinendose, die ich am Abend vor der Abfahrt gegessen hatte und ich erspare Euch die Details meiner Übelkeit, die mich die ganze Nacht beschäftigte. Es war nicht schön und ich lag am nächsten Morgen vollkommen erschöpft in meiner Koje, tat mir selbst sehr leid und war nicht im Geringsten in der Lage eine dreitägige Offshorepassage zu unternehmen. (Ich weiß, daß für Webb Chiles alles unter 1000 Meilen gar nicht als Passage zählt, aber für mich verweichlichtes Greenhorn war das eine, oder wäre es gewesen).

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Sada

Der Wetterbericht hatte Flaute angesagt, aber es wehte ein kleines Lüftchen, als der Anker hochkam. Ich hatte mich entschlossen, unter Segeln abzulegen und so schlichen wir mit einem halben Knoten durch die Bucht, waren aber immer noch manövrierfähig und das war irgendwie eine sehr befriedigende Sache. Daher segelten wir einfach so weiter durch die ganze Ría bis zum Meer. Nach zwei Stunden hatten wir dann zwei Meilen zurückgelegt und ich beschloß, den Motor anzuschmeißen.

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Cedeira

Ich hatte auf Segeln gehofft, aber es gab überhaupt keinen Wind. So wurde halt motort und selbst als eine Stunde vor Ankunft der Wind (von vorne) immer stärker zunahm, hatte ich keine Lust, die Segel zu setzen. Die Wellen waren sehr unangenehm und kamen aus allen möglichen Richtungen und ich wollte eigentlich nur ankommen und nicht nochmal ein paar Stunden kreuzen. Wir hatten mittlerweile 6 Bft und der Motor war dafür auch nicht stark genug und so wurden aus der letzen Stunde zwei. Aber als wir dann in die Ría de Cedeira einbogen wurde alles plötzlich ruhig.

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Ribadeo und Viveiro

Es regnete viel in Ribadeo und der Hafen war leider auch nicht so geschützt, wie ich gedacht hatte. Amy rollte ständig hin und her und ruckte in die Leinen un die Fender ein. Schlafen wurde immer schwieriger. Ich beschloß, mein Anemometer zu reparieren. Nach zwei Tagen war ich unzählige Male auf den Mast geklettert, hatte dabei mein Bett naß gemacht, da es während ich gerade oben war mal wieder so richtig anfing zu regnen, ich das Luk offen gelassen hatte und nun nicht schnell genug runter kam. Ich war mittlerweile sehr frustriert und gab erstmal auf.

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