Eindrücke aus Porto Santo

Wenn meine Reise aus irgendwelchen Gründen hier enden sollte, was ich natürlich nicht hoffe, wäre ich wahrscheinlich trotzdem glücklich und zufrieden immerhin soweit und zu diesem schönen Ort gekommen zu sein. Ich bin hier ein bißchen gewandert, schwimmen gegangen, habe Sachen am Boot repariert und viele tolle neue Leute kennengelernt. Es wäre toll, noch länger hier zu bleiben, aber ich möchte weiter und werde wahrscheinlich am Mittwoch nach Teneriffa aufbrechen. Hier ist eine kleine Bildersammlung der letzten Tage.

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Sada nach Vigo

Wie es nunmal öfter so passiert, ging durch ein kleines Detail mein ganzer Plan auf einmal den Bach runter. Das kleine Detail war in diesem Fall eine Sardinendose, die ich am Abend vor der Abfahrt gegessen hatte und ich erspare Euch die Details meiner Übelkeit, die mich die ganze Nacht beschäftigte. Es war nicht schön und ich lag am nächsten Morgen vollkommen erschöpft in meiner Koje, tat mir selbst sehr leid und war nicht im Geringsten in der Lage eine dreitägige Offshorepassage zu unternehmen. (Ich weiß, daß für Webb Chiles alles unter 1000 Meilen gar nicht als Passage zählt, aber für mich verweichlichtes Greenhorn war das eine, oder wäre es gewesen).

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Sada

Der Wetterbericht hatte Flaute angesagt, aber es wehte ein kleines Lüftchen, als der Anker hochkam. Ich hatte mich entschlossen, unter Segeln abzulegen und so schlichen wir mit einem halben Knoten durch die Bucht, waren aber immer noch manövrierfähig und das war irgendwie eine sehr befriedigende Sache. Daher segelten wir einfach so weiter durch die ganze Ría bis zum Meer. Nach zwei Stunden hatten wir dann zwei Meilen zurückgelegt und ich beschloß, den Motor anzuschmeißen.

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Cedeira

Ich hatte auf Segeln gehofft, aber es gab überhaupt keinen Wind. So wurde halt motort und selbst als eine Stunde vor Ankunft der Wind (von vorne) immer stärker zunahm, hatte ich keine Lust, die Segel zu setzen. Die Wellen waren sehr unangenehm und kamen aus allen möglichen Richtungen und ich wollte eigentlich nur ankommen und nicht nochmal ein paar Stunden kreuzen. Wir hatten mittlerweile 6 Bft und der Motor war dafür auch nicht stark genug und so wurden aus der letzen Stunde zwei. Aber als wir dann in die Ría de Cedeira einbogen wurde alles plötzlich ruhig.

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Ribadeo und Viveiro

Es regnete viel in Ribadeo und der Hafen war leider auch nicht so geschützt, wie ich gedacht hatte. Amy rollte ständig hin und her und ruckte in die Leinen un die Fender ein. Schlafen wurde immer schwieriger. Ich beschloß, mein Anemometer zu reparieren. Nach zwei Tagen war ich unzählige Male auf den Mast geklettert, hatte dabei mein Bett naß gemacht, da es während ich gerade oben war mal wieder so richtig anfing zu regnen, ich das Luk offen gelassen hatte und nun nicht schnell genug runter kam. Ich war mittlerweile sehr frustriert und gab erstmal auf.

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Über die Biskaya nach Ribadeo

Ich hab’s durch (über?..) die Biskay geschafft und anstatt zu schreiben, habe ih diesmal einen kleinen Film gemacht und ein bißchen Musik in meinem „Bootstudio“ dazu aufgenommen. Mir macht das ganze Schreiben, Fotografieren, Filmen, Aufnehmen, Editieren usw. sehr viel Spaß, aber ich merke auch, wieviel Zeit es in Anspruch nimmt.
Es kann also sein, daß die Einträge in Zukunft etwas rarer werden. Ich muß immer noch Dinge am Boot reparieren und brauche generell mehr Zeit, so komisch das vielleicht auch auch klingen mag 🙂

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L’Aber Wrac’h

Ich hatte den Sturm abgewartet und fuhr nun mit der Tide raus durch den etwas angsteinflößenden Chenal de l’Île de Batz. Mittendrin fühlte er sich allerdings nicht mehr so unheimlich an, wie auf der Karte. Es sollte eigentlich umlaufenden schwachen Wind geben, aber wir kamen gut unter Segeln voran. Nach einer Weile schlief der Wind allerdings komplett ein und das eiserne Segel mußte für eine Weile hoch. Da kam der Wind aber schon wieder. Diesmal aus West… natürlich. Wir hatten aber die Tide im Rücken und keine richtigen Wellen (außer ein paar großen atlantischen Rollern, die aber eher angenehme Abwechslung waren). So funktionierte das Gegenan-Kreuzen besser denn je und es wurde ein perfekter Segeltag.

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Roscoff

Nachdem ich Zissi zum Bus gebracht hatte, legte ich mich nochmal für ein paar Stunden auf’s Ohr, kaufte ein, füllte den Dieselkanister und machte alles fertig zum Ablegen mit dem Abendhochwasser. Der Wind war schwach und aus der falschen Richtung, aber für die nächsten Tage sah’s nicht viel besser aus. Daher wollte ich über Nacht die 60 Meilen nach Roscoff fahren und erwartete dort irgendwann am nächsten Morgen anzukommen.

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