Bragdøya

Draußen kachelte es mit 5-6 Windstärken aus West genau von vorne, aber innen entlang zwischen den Schären und in den kleinen natürlichen Kanälen war es gut geschützt. Segeln geht hier eh fast nicht und draußen wäre ich sowieso meinem Ziel gar nicht näher gekommen. Wir motorten also die erste Zeite die wunderschöne Blindleia Straße entlang. Eine echte Sightseeing Fahrt. Vorbei an kleinen Siedlungen, Ferienhäusern, Häfen, Felsformationen… 

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Slåttholmen

Diese Insel gehört der Gemeinde und jeder kann dort anlegen oder Zelten oder auch nur den Nachmittag verbringen. Es gibt ein kleines Café, das von Freiwilligen betrieben wird, die im Gegenzug während der Zeit umsonst in dem Haus auf der Insel wohnen.

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Skagerrak

Morgens um 3 in Rønnerhavnen abgelegt. Da war es schon wieder fast hell, bzw. war es eigentlich nie richtig dunkel geworden. 100 Seemeilen, die Amy normalerweise in 24h schaffen kann würden sicher länger dauern, denn es sollte schwachwindig werden. Dafür aber von der Richtung her machbar. 
Nachdem wir die große Reede vor Skagen passiert hatten, kam hinter der Spitze die erste Überraschung. Von den starken Winden der vorangegangenen Tage stand noch eine ziemliche Welle und zwar aus allen Richtungen. Amy wurde durch die Kreuzseen bei schwachem Wind nur so hin- und hergeworfen und das Leben an Bord wurde direkt anstrengend. Erst am späteren Nachmittag ließ das alles nach und gegen Abend blieb eine glatte See übrig, in der wir entspannt mit wenig Wind gegenan, aber in Richtung unser Ziel segeln konnten. 

Skagen Reede
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Die Route

Hier ist die gesamte Route. Um Daten und Wegpunkte zu sparen gibt es an einigen Stellen gerade Linien, obwohl Amy natürlich nie so gerade hätte fahren können. Man kann in die Satellitenkarte hineinzoomen oder, wenn man gerne die Namen der Orte sehen möchte, hier klicken, um eine topographische Karte zu sehen. Den Vollbildmodus erreicht man dadurch, daß man auf das Kreuz klickt.

Greifswald

Ich hatte eigentlich erwartet, die Strecke bis zum Boddeneingang motoren zu müssen und erst später am Tag genügend Wind zum Segeln zu haben. Aber entgegen der Wettervorhersage konnten wir die ganze Strecke segeln. Mittags hatten wir Saßnitz verlassen und ankerten in der Dänischen Wiek gegenüber von der Einfahrt zum Ryck gegen 2030. Das fühlte sich alles sehr unwirklich an. Ich erinnerte mich sehr lebhaft an den Tag, an dem ich vor 13 Monaten und über 14000 Seemeilen aufgebrochen und dieselbe Strecke in die entgegengesetzte Richtung gefahren war. Und jetzt kamen wir hierher zurück.

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Saßnitz

Ich schlief wegen des starken Schiffsverkehrs nicht viel. Der Wind drehte gegen 6 Uhr morgens gegen uns. Bis dahin waren wir unglaublich gut und einfach vorangekommen. Gegen 1300 kamen wir in Saßnitz an, nachdem wir die letzten Meilen gegenan kreuzen mußten. Auf diese Weise hatten wir aber eine schöne private Kreidefelsen Sightseeing Tour. Im Hafen waren so wenig Yachten, daß wir schon dachten, er wäre geschlossen. Zum Glück war er aber geöffnet, alles war wie immer und wir konnten uns einen Platz aussuchen. Wir gingen dann sofort zum Fischbrötchenkutter und genossen den Rest des Tages. Abends schmissen wir den Grill an und hatten ein super Abendessen mit Wein auf einer der Bänke am Steg.

Die letzte Gastlandflagge wird eingeholt
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Rødvig

Wir starteten früh (um 0330 Uhr) und erreichten Rødvig mit viel Kreuzen gegen immer stärker werdenden Wind. Ursprünglich wollten wir nach Klintholm segeln, aber nachdem wir die nicht enden wollenden Sturmwarnungen im Funkgerät gehört hatten und unser Wendewinkel wegen der steilen Wellen inzwischen 160 Grad betrug, beschlossen wir, stattdessen nach Rødvig zu auszuweichen. Dies erwies sich später als gute Wahl. 
Um Amy rückwärts in die Box zu fahren, mußten wir eine Menge Leinen hier und da befestigen und uns langsam an den Steg heranziehen. Dort wartete ein Mann (Georg, wie sich später herausstellte) geduldig darauf, dass ich ihm eine Leine zuwarf. Ich versuchte ihm (wie immer) zu erklären, dass es nicht möglich ist, mit Amy rückwärts zu fahren, aber er brauchte anscheinend keine Erklärungen und freute sich an unserer Leinentechnik. Das machte ihn auf Anhieb sympathisch. 

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Falsterbokanal

Unser AIS funktionierte mal wieder nicht, sodaß ich den größten Teil der Nacht wegen des starken Schiffsverkehrs wach blieb. Im Morgengrauen erreichten wir das Hamlet-Schloss von Helsingør und wurden von einigen Schweinswalen begleitet. Dann segelten wir durch den Sund und ließen Ven an Steuerbord liegen. Zissi konnte jetzt die Wache übernehmen und ich ein paar Stunden schlafen. Wir passierten Malmö in Schweden und fuhren unter der Øresundbrücke hindurch, als der Wind abflaute, aber von dort waren es nur noch ein paar Stunden bis Höllviken, wo der Kanal liegt. 

Kai und die Øresund Brücke und kein Wind
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